Ahnen- und Familienforschung Voglgsang

 

 

Laub - Hausnummer 19 

Hausname : Zimmerhannes,1801 Zimmer-Simon, 18o1, 176o Bleicherhäusl, 176o: ufm Plaicherhäusl.

In der Hauptgüterconscription von 1752 wird diese Sölde beschrieben: Anna Maria Rauchin, Witib, besitzt eine Sölde, zum Castenamt Wemding, Erbrecht, fourage 26 xr. 1 hl.

Sie besitzt eigene Güter: 72 Peet Acker, 11 Peet Krautgarten, 4 1/2 Viertl zweimädige Wiesen, 3/4 Tgw. einmädige Wiesen, Steuer:1 f1.45 xr.

Ferner besitzt sie 1 Lehen in 4 Morgen A., 1 1/2 Tgw. zweimädige Wiesen, 3 Tgw. einmädige Wiesen, daraus gibt sie jährlich nach Keysersheimb

Paudig 1 f1.53 xr., gehört zum Closter Kaisheim, hat Erbrecht.

Weiters gibt sie in Closter Kaisheim 14 Mz. Korngilt.

Sie besitzt auch noch 1/4 marggräfliches Lehen in 2 Morgen A., 1/4 Tgw. zweimädige Wiesen, 1 Tgw. einmädige Wiesen. Davon Grundzins: 23 xr.1 hl.  Dieses Lehen gehörte früher zum Closter Auhausen, jetzt Margr. Ansbach.

Im Hofanlagebuch steht bloß: Marianna Rauchin, Witib, ufm Blaicherhäusl, besitzt eine Sölde mit 1/16 Hoffuß, zum Castenamt Wemding, Erbrecht, 26 1/4 xr. fourage, 25 xr. Herdtstättgeld, 3 3/4 xr. Jagdscharwerch.

Dagegen in dem Nachtrag ist der Grundbesitz so:

Anna Maria Rauchin besitzt 22 Peet A., 11 Peet Krautgarten, 5/4 Tgw. zweimädige und 3/4 Tgw. einmädige Wiesen.

Ferner ein Lehen in 4 Morgen, Acker, 1 1/2 Tgw.zweimädige und 3 Tgw. einmädige Wiesen, gibt daraus jährlich nach Kaisheim ins Closter 1 fl. 53 xr. Pauddig, gelt, und 14 Mezen Wemdinger Maaß Korn.

Ferner hat sie 1/4 dergleichen Markgräfliches ohnspachisches Lehen in 2 Morgen A., 1 1/4 Tgw. zweimädige und 1 Tgw. einmädige Wiesen. Daraus gibt sie jährlich 23 xr.Grundzins.

Besitzer dieser Sölde

Im Jahre 1681 befindet sich lt. Pfarrmatrikel ein Matthias Hörweyger auf der Sölde, von dem ich (Pfarrer Michael Haas, d. Red.) aber nichts weiteres erfahren kann.

Am 25.9.1696 schloss dort Andreas Rauch mit Anna Maria Reicharzer die Ehe.

Er ist der Sohn des Michael und der Maria Raucn. Sie ist die Tochter des Georg und der Anna Reicharzer.

Nun gibt uns erst ein Testament des Andreas Rauch v.26.4.1743 näheren Aufschluß. In demselben bestimmen Andreas Rauch und sein Eheweib Anna Maria wie folgt: Ihre beiden noch ledigen Söhne Martin und benedikt, die bisher die Haushaltung haben führen helfen, erhalten ein Kaisersheimisches Lehen, ein halbes, und zwar erhält jeder davon 1/4 zum Anschlag von 400 fl. und dazu erhält jeder noch 3oo fl., zusammen 7oo fl.

Nicht minder erhält jeder ein Ehrenkleid für 2o fl. und eine Kuh.

Die 3 bereits verheirateten Geschwister haben ein Gleiches bekommen.

Der jüngste Sohn Benedikt soll sein gesamtes Heiratsgut erhalten, wenn er zum Ausschuß sollte genommen werden und unglücklich, krumm oder

lahm nachhause kommen sollte. Die zwei ledigen Söhne sollen weiterhin mit ihrer Mutter hausen. Sollte einer heiraten, dann erhält er als Heiratsgut die bedungenen 300 fl. an Geld, die Kuh, nebst ein Viertl Lehen.

Der andere soll weiter mit der Mutter hausen. Die noch übrigen Güter und Haus und Grundstücke sollen nach dem Tode der Mutter an alle 5 Kinder verteilt werden.

Lt. Kaufbrief v.28.2.1764 verkauft der Söldner Benedikt Rauch dem Jacob Seefrid, Söldner, sein Ansbachisches Lehen, das in 2 1/2 Morgen A.und Wiesen besteht, um 500 fl.

Lt. Heiratsbrief v. 19.4.1765 schliesst Benedikt den Ehevertrag mit Maria Fischer, Tochter des Anton Fischer und Franziska. Sie bringt ihm als Heiratsgut l000 fl.,1 Kuh,Ausfertigung. Von den l000 fl. sind 55o fl. Bargeld, 45o fl. in Gütern. Sein Vermögen ist auf 2400 fl. taxiert.

Lt .Kaufbrief v.19.4.1765 verkauft der Bruder Martin Rauch sein Bruder Benedikt Rauch und dessen Eheweib Maria seins zum Reichstift und Gotteshaus Kaisheim gehöriges halbes Lehen, das in 8 Morgen A. und Wiesen besteht, das ihm durch Erbteilung v. 11.9.1761 zugefallen war,

zum halben Teil = 4 Morgen um 800 fl. Die andere Hälfte besitzt er schon. Ausserdem verkauft Martin Rauch seinem Bruder Martin noch weitere Grundstücke um 400 fl., am gleichen Tage.

Nun folgen noch zwei wichtige Briefprotokolle. Am 16.5.1772 verkauft die Witib des + Benedikt Rauch mit Namen Maria Anna ihre Söldenbehausung neben Johann Fezer (19) und Joseph Wager (17) dem Zimmermeister Johann Seefridt um 65o fl.

Am gleichen Tage verkauft sie auch ihr zum Closter Kaisheim gehöriges Feldlehen in 10 1/2 Morgen A. und Wiesen um 13oo fl. an den ledigen Erasmus Fackhler.

Vermutlich waren keine Kinder da oder ganz kleine, so dass sich die Witwe, die ja erst 7 Jahre verheiratet war, zu solchen Maßnahmen gezwungen sah.

Johann Seefridt schloß die Ehe am 23.7.1765 mit Magdalena Wager. Das war aber nicht die 1. Ehe.

Lt.Ehevertrag v.5.2.1757 schloß Johann Seefridt die Ehe mit der Maria Anna, der Tochter des Martin Fezer und Barbara, Schneider. Sie bringt ihm 15o fl.Heiratsgut und Ausfertigung.Am gleichen Tage und lt. Brief hatte er von seinem Vater Franz Seefridt dessen Söldenbehausung mit Gärtl und 9 Beet Krautgarten um 475 fl. erhalten. Heiratsgut durfte er 167 fl. 46 xr. abziehen. Da war er noch ledig gewesen.

Lt. Brief v. 18.11.1761 schliesst Johann Seefridt Zimmermann und Witiber

den Ehevertrag mit M. Anna Schneidt.

M. Schneidt ist die Tochter des Halbbauern Martin Schneidt und Anna Maria. Heiratsgut 300 fl. und Ausfertigung.    

Lt. Brief v.11.7.1765 schliesst der Zimmermann und Witiber nach dem    Tode seiner Frau die Ehe mit Magdalena Wager, Tochter des Söldners Johan Wager und Barbara. Sie bringt ihm 200 fl. Heiratsgut und Ausfertigung.

Lt.Brief v.16.5.1772 verkauft der Söldner und Zimmermeister Johann Seefridt dem Joseph Fackhler, ledig, seine Söldenbehausung zwichen Andreas Seefridt und Antoni Schneidt um 450 fl.

Lt.Brief v. gleichen Tage verkauft die Witwe des + Benedikt Rauch mit Namen Maria Ann ihre Söldenbehausung neben Johann Fezer und Joseph Wager dem Zimmermeister Johann Seefridt um 650 fl.

Nachzuholen wäre noch ein Kaufbrief v. 15.3.1762, wonach Hans Michae A Rauch, Spitalbaumeister in Wemding, seinem Bruder Benedikt Rauch, Söldner in Laub, 3 Beet A. im oberen Höllweg, 3 Beet A. beim breiten Rain, 2 Beet A. beim Gaißbrückl, 1 1/2 Viertl Lußwiesen, zweimädig, um 410 fl.verkauft.

Am 16.Mai 1772 kauft sich also der Zimmermeister Johann Seefridt auf Nr.18 an. Er gibt der Sölde dann den Namen Zimmerhannes.

Nach dem Tode des Johann Seefridt übergab lt. Brief v. 22.5.1795 die Witwe-Magdalena Seefridt ihrem Sohne Simon Seefridt die Söldenbehausung mit Vieh, Fahrniß, dann 3/4 Tgw. der Pln. 1397 und verschiedene Güte auch in Schwörsheim um 1400 fl.

Lt.Heiratsbrief v. 12.6.1795 schloß Johann Simon Seefridt die Ehe mit M.Anna Schneidt, Tochter des Augustin Schneidt und Rosina. Sie

bringt ihm 3oo fl. Heiratsgut und eine Ausfertigung mit in die Ehe.

Nach dem Tode seiner 1. Frau M. Anna schloss Simon Seefridt lt. Matr. Buch der Pfarrei Laub am 17.2.18o6 die Ehe mit M. Helena Kölbl, geb. am 3o.9.1771 in Megesheim. Eltern Paul und A. Maria Kölbl.

Er ist geboren am 29.1o.71 und am 3.2.1842 gestorben.

Die 1. Ehe wurde am 30.6.1795 geschlossen.

In der Fassion vom 6.12.18o8 schildert Simon Seefridt seinen Besitz. Gemauertes Wohnhaus, hölzernen Stadel, kleinen Baum- und Wurzgarten, Gemeinderecht, Nutzanteil an den Gemeindegründen, Weiderecht für 8 St. Vieh. Landgericht und Rentamt Graisbach. "Die Sölde beim Zimmer Simon". Alles von der Mutter Magdalena übernommen! Lt.Br. v. 22.5.95 um 1400 fl. Viehstand: 2 Ochsen,3 Rinder, 2 Kühe, 1 Stier, 2 Schweine.

gez. Zimmer Simon.

Hinzugekauft hat bis 1829 ca 3 Tgw.! Besitz um 183o:14,76 Tgw.! Lt.übergabsbrief v.11.3.1841 übergeben Simon Seefridt und dessen Eheweib Helena ihrem Sohne Anton Seefridt um 1900 fl. ihre Söldenbehausung Nr. 18 mit Wohnhaus, Gärtl, Nebengebäuden zu 2o Dez. mit Gütern.

Er darf als Heiratsgut von der Summe 7oo fl. einbehalten.

Lt. Ehe- und Erbvertrag schliesst Anton Seefridt Nr.18 den Ehevertrag mit M. Anna Renner. Sie hat 3oo fl.Heiratsgut und 50 fl. für Ausfertigung.

M.Anna Renner ist am 19.11.1813 geboren auf Nr.35 und am 16.4.73 gest.] Anton Seefridt ist am 6.3.1813 auf Nr.18 geboren.Trauung: 22.11.42.! Im Jahre 1852 kamen zum Besitz 2,92 Tgw.Gemeindeteile hinzu.

Bodenzins 1852:5 f1.3 xr.1 1/2 hl.

Fixierte Grundabgabe 1853:7 f1.48 xr. 2 1/2 hl.

Grundbesitz 1852:17,68 Tgw., Verh.Zahl 173,6. Steuer: 2 f1.53 xr.6 hl.

Den vorstehenden Besitz übernahm lt.Not.ur.v.23.9.1879 von Anton Seefridt die Tochter Franziska Seefridt und ihr Bräutigam Johann Rauch ausschliesslich der abgebrannten und neu errichteten Gebäude um 9428 Mark.

Pln.2278 wurde lt.Not.ur.v.9.11.80 um 826 Mark von Moses Löb et Cons. in Hainsfarth hinzugekauft.Es ist die untere Gehrenwiese zu 1o6 Dez9! Johann Baptist Rauch,geb.5.7.51 auf Nr.61,gest.25.6.31,heiratete am 27.1.188o die Franziska Seefridt, geb.2.4.52 auf Nr. 18 und gest. 27.4.28.

Lt.Not.Ur.v.23.12.1919 übergab Johann Rauch seinen Besitz seiner Tochter Genovefa Rauch um 17.000.-- Mark, geb. 3.1.88 auf Nr.18.

Sie heiratete den Besitz ihrem Manne Ludwig Fackhler an, geb.17.9. auf Nr. 38

Besitz: 21,o6 Tgw. Die Trauung fand am 27.1.192o statt.

Lt. Übergabsprotokoll vom 21.10.1957 schlossen den Ehe- und    Erbvertrag als neue Besitzer der Sohn Ludwig Fackler und seine Frau Pauline. Besitz:7,08 ha.